Sonntag, 20. August 2017

„Den Himmel gibt's echt“ von Todd Burpo mit Lynn Vincent

Ein wundersames Ereignis


Familie Burpo hat viel durchgemacht. Erst eine lange Krankheitsgeschichte des Vaters (Todd) und dann auch noch, als gerade alles wieder im Lot stehen begann sein dreijähriger Sohn sich über Bauchschmerzen zu beklagen. Er begann zu erbrechen. Der Arzt diagnostizierte eine Magen-Darm-Grippe. Keiner wusste, dass diese falsche Diagnose sein kleines Kind fast das Leben kosten würde. Erst nach und nach eröffnet sich der Familie ein wundersames Ereignis.

Die Geschichte dieser Familie ist wirklich interessant. Ich habe das Buch geradezu verschlungen. Der Schreibstil ist sachlich, aber auf keinen Fall langweilig. Man darf die Familie quasi immer einen gewissen Zeitabschnitt begleiten.

Ich muss aber anmerken, dass auch viel in diesem Buch mit dem christlichen Glauben zu tun hat. Das Buch öffnet die Augen in dieser Beziehung. Auch viel mit Bibel Texten verglichen und gearbeitet. Wem so etwas nicht zusagt kann ich dieses Buch nicht ans Herz legen. Auch wenn die Geschichte wirklich mitreißend ist.

Ich bin unschlüssig, mit wie vielen Sternen ich dieses Buch bewerten soll, es hat mich berührt und gefesselt, ist jedoch ein Buch, das doch sehr speziell ist. Ich denke, mit meinen Sternen bleibe ich bei diesem Buch unterschieden. Wer aber unbedingt eine Zahl in der Hand haben möchte dem kann ich sagen, dass ich zwischen 3 und 4,5 Sternen schwanke. 5 Sterne wäre die höchstmögliche Punktzahl.

Samstag, 19. August 2017

„Dog Boy“ von Eva Hornung

 Das Leben aus einer ganz anderen Sicht


Eines Tages wird Romochka alleine in der Wohnung seines Onkels zurückgelassen. Er ist einfach verschwunden, hat nach und nach das Interieur verkauft und weggegeben und ist selbst eines Tages nicht mehr wiedergekommen. Der vierjährige Romochka weiß nicht, was er tun soll. Irgendwann ist der Hunger zu stark. Er verlässt das vereinsamte Haus. Keiner seiner Nachbarn ist mir hier, alle sind verschwunden. Er läuft raus auf die Straße. Irgendwann setzt er sich weil die Kälte zu stark und der Hunger zu groß ist um weiter zu gehen. Er schläft ein. Als er erwacht steht ein großer Hund vor ihm, der sein Leben von Grund auf verändern wird …

Das Buch hat mich doch tief beeindruckt, der Schreibstil ist an manchen Stellen durch Einschübe russischer Wörter ein bisschen holprig. Man kann sich trotzdem wenn man kein Russisch kann den Zusammenhang, bzw. die Bedeutung der einzelnen Wörter erschließen. Der Inhalt des Buches ist eine schwere Geschichte. Ich finde die Charaktere sehr gut dargestellt und auch das Wesen der Hunde gut gezeichnet.

Jedoch muss ich kritisieren, dass an manchen Stellen die Beschreibung so deutlich ist, dass einem schon schlecht werden kann (zum Beispiel beim fressen) ich persönlich kritisiere das, anderen könnte das wiederum gefallen. Das denke ich ist Geschmackssache.

Mich hat das Buch gefesselt, trotzdem fand ich es an manchen Stellen bisschen heftig und vergebe 4 von 5 Sternen.

Freitag, 11. August 2017

„Die Seele meiner Schwester“ von Trisha Leaver

Würdest du dein Leben für Das deiner Zwillingsschwester geben?

Ella und Maddy sind Zwillinge. Eineiige Zwillinge. Nur kleinste Details wie ein Leberfleck unterscheiden sie. Als Maddy nach einem Streit mit Ella bei einem Autounfall stirbt nimmt das Unheil seinen Lauf. Als sie aus dem Auto geborgen werden gibt es eine Verwechslung und Ella macht als Maddy auf. Sie beschließt, das Leben von Maddy weiterzuleben, sie gibt sich auf um ihre tote Schwester am Leben zu halten.

Ist das machbar? Schafft sie es, nur durch ihr Aussehen und defensive Aktionen als ursprünglich introvertierten Mensch die extrovertierte Maddy zu werden?

Dieses Buch ist finde ich es sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, man kommt gut voran. Die Charaktere sind wie sie sein müssen, manche authentisch und andere eher nicht. Das passt einfach zur Geschichte, das gefällt mir sehr, sehr gut.

Ich weiß nicht, was ich an diesem Buch kritisieren soll, ich finde es perfekt. Um es noch aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten finde ich es sogar in gewissem Maße pädagogisch wertvoll, denn dieses Buch regt zum Nachdenken an, es werden Fragen aufgeworfen, die vielleicht vermitteln können, zwischen Eltern und Kind. Ich denke es kann sogar bei der Bearbeitung von Trauerzuständen im jugendlichen Alter unterstützen, denn die Fragen die das Buch aufwirft dienen wie schon gesagt unter Umständen als Vermittler zwischen der Familie und dem Kind oder zwischen dem Kind und der/dem Trauerbegleiter/in.

Da ich wie ihr vielleicht bemerkt habt hellauf begeistert bin vergebe ich wunderbare 5 von 5 Sternen.

Mittwoch, 9. August 2017

„Vertrauen Sie mir, ich tu's ja auch“ von Antoine Monot Jr. mit David Denk

Lustig aber unstrukturiert


Antoine Monot Jr. ist Schauspieler. Schon als Kind wollte er Schauspieler werden. Sein Weg dahin wo er jetzt ist war nicht gerade der konventionelle. In diesem Buch erzählt er wie es dazu kam, dass er jetzt in der Werbung eines sehr großen Technikunternehmens den Tech-Nick spielt. Aber eigentlich ist diese Rolle nicht das Hauptaugenmerk in diesem Buch. Er betrachtet mit viel Humor sein bisheriges Leben.

Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm zu lesen. Doch sind die Ereignisse nicht unbedingt chronologisch geordnet, sodass man immer wieder zwischen Kindheit, Teenager Zeit und Erwachsenen Leben springt. Zeitweise kann das doch sehr verwirrend sein. Die Charaktere zu analysieren ist bei diesem Buch nicht unbedingt notwendig, denn die Charaktere sind Personen des realen Lebens. Sie sind nicht erfunden oder umgesetzt, er ist, wer er ist.

Ich wurde während des Lesens gut unterhalten, mir fehlt trotzdem eine gewisse Struktur in diesem Buch. Der Humor hat mir sehr gut gefallen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Sonntag, 6. August 2017

„Bloß keine halben Sachen – Deutschland, ein Rollstuhlmärchen“ von Florian Sitzmann

Perspektivenwechsel

Florian Sitzmann hat durch einen Unfall beide Beine verloren. Knapp 20 Jahre sind seither vergangen. Viel Erfahrung hat er in diesen Jahren gesammelt. Seine Erfahrungen, lustiges, sinnloses und einfach nur interessantes teilt er in diesem Buch mit dem Leser. Er sieht als Rollstuhlfahrer das Leben aus einer anderen Perspektive. Als Fußgänger hat man nicht das Bewusstsein, dass man auf vier Rädern diverse Bordsteinkanten oder Stufen nicht überwinden kann. Es fällt einem schlichtweg nicht auf, denn für den Fußgänger stellt das kein Hindernis dar.

Ich finde es interessant, der Schreibstil weckt Interesse und erzählt auf lustige und sachliche Weise eine andere Perspektive. Der Humor in diesem Buch ist beachtlich, man sieht, dass man das Leben einfach manchmal nicht zu ernst nehmen darf. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, ich habe keine 5 Stunden gebraucht. Die knapp 200 Seiten verfliegen wie im Flug. Man bekommt gar nicht mit, wie schnell man eigentlich vorankommt. Innerhalb dieser 4 Stunden spürte ich keinen Anflug von Langeweile und auch nicht das Bedürfnis, das Buch zur Seite zu legen um eine Pause zu machen. Ich war einfach mittendrin.

Dazu muss ich sagen, dass ich vom ersten dieses Autors „der halbe Mann“ nicht so begeistert war. Dieses Buch jedoch hat mich überzeugt und liefert nebenbei auch noch wertvolle Tipps für das eigene Leben. Egal ob mit oder ohne Behinderung. Jeder kann dieses Buch lesen und ich glaube nicht, dass sich ein Mensch dabei langweilen wird. Ich bin über diese Machart wirklich begeistert und kann definitiv nur 5 von 5 Sternen vergeben.

@Florian Sitzmann: ich weiß, nach der Lektüre dieses Buches, dass du keinen Mitleidsbonus möchtest. Diesen gibt es bei mir auch nicht. Die Wertung ist auf rein sachlicher Ebene geschrieben.

Samstag, 5. August 2017

„Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer

 Wenn die Geister der Vergangenheit lebendig werden


Audrey lebt mit ihrer Tochter in einem Haus, das auch mal der Vater von Bronwyn mit ihnen geteilt hat. Bis er sie für eine andere Frau verließ. Mit seiner Tochter hatte er trotzdem eine Zeit lang regelmäßig Kontakt. Doch irgendwann zog er sich zurück, aus dem Leben seiner Tochter. Diese trifft das plötzliche abwenden ihres Vaters schwer. Irgendwann, ein halbes Jahr später erhalten Sie die Nachricht, von Tonys Freitod. Seine derzeitige Freundin teilt Ihnen mit, dass sie aus dem Haus, das offiziell Toni gehörte ausziehen müssen. Toni hat Ihnen ein altes Anwesen in einem abgelegenen Dorf vererbt. Seit langer Zeit steht es leer und Audrey nutzt die Gelegenheit um sich ein neues Leben aufzubauen. Doch schon nach kurzer Zeit wird die Vergangenheit lebendig.

Der Schreibstil ist in diesem Buch nicht der einfachste. Man hat die ich Perspektive von Audrey und immer mal wieder mit einer anderen Schrift gekennzeichnete Briefe und Dokumente. Die ganze Verstrickung macht dieses Buch unglaublich lebendig. Zwischendurch musste ich das Buch zur Seite legen, denn je näher man dem Ende kommt, desto erschütternder und heftiger werden die Ereignisse.

Ich weiß nicht, ob folgendes ein Kritikpunkt ist, doch ich fand es komisch, dass man die Charaktere in diesem Buch sich anscheinend jahrelang von der Außenwelt abgeschottet haben und dann doch ganz plötzlich einen innigen sozialen Kontakt zu einer unbekannten Person aufbauen können. Ich glaube nicht, dass dieses Verhalten realistisch ist.

Wie ihr merkt, ich bin sehr fasziniert von diesem Buch. Ich muss aber auch warnen, denn für schwache Nerven ist dieses Buch nicht geeignet. Da ich wie erwähnt mit manchen Charakteren nicht ganz empathisch werden konnte vergebe ich trotzdem wunderbare 4,5 von 5 Sternen.

„Solange am Himmel Sterne stehen“ von Kristin Harmel

Eine Berührende Geschichte


Hope ist Besitzerin einer Bäckerei. Sie führt damit eine Familientradition fort. Doch die Bäckerei ist mehr eine Last, als dass es ihr Freude bereiten würde sie zu führen. Die hohen Schulden veranlassen die Bank dazu, den Kredit zu Kündigen. Zusätzlich zu dieser Missere hat sie gerade eine schwierige Scheidung hinter sich. Ihre Tochter Annie kommt mit der Situation nicht ganz so gut zurecht,  denn ihr Vater hat schon eine Neue. Rose ist die Großmutter von Hope. Sie hat Alzheimer im weit fortgeschrittenem Stadium. Niemand weiß, dass sie ein schweres Geheimnis mit sich trägt, das jetzt langsam wieder an die Oberfläche dringt.

Der Schreibstil Ist sehr angenehm zu lesen. Ich bin wahrhaftig eingetaucht in die Welt der Protagonisten. Betrachtet man diese mal rückblickend, kann ich mich sehr gut in sie hinein fühlen. Die Darstellung der an Alzheimer erkrankten Frau gefällt mir besonders gut,  denn ich finde es sehr realistisch umgesetzt.

Ich denke, die Themen und deren Umsetzung in diesem Buch werden einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.