Mittwoch, 19. Juli 2017

„Warum einfach, wenn umständlich viel schöner ist“ von Birgit Gruber

Leider sehr enttäuschend

Antonia lebt mit ihrem Bruder gemeinsam in einer Wohnung. Sie hat gerade ihren Job verloren, weil eine gewisse Cindy ihr den Job streitig gemacht hat. Paul, ihr Bruder hat ein gut gehende Sterne Restaurant ist ein echter Frauenheld. Häufig erwischte natürlich die falschen, um diesen dann wieder los zu fliegen haben die beiden eine einzigartige Strategie entwickelt. Sie Spielt einfach seine Ehefrau. Auf dem Klingelschild lassen die beiden es absichtlich so aussehen. Bei einer berühmten Veranstaltungsagentur findet Antonia einen neuen Job. Eigentlich wird sie nur als Bürokraft eingestellt, doch durch interessante Umstände wirklich schnell mit einem eigenen Projekt betraut. Von da an nimmt das Unheil seinen Lauf...

Der Schreibstil ist jetzt nicht gerade schwierig, man kann das Buch gut als Lektüre zum abschalten verwenden. Ich finde es gut so, dass der Schreibstil nicht schwierig ist, denn so kann ich mich mehr über die Protagonisten aufregen, mit denen ich einfach nicht warm werden kann. Häufig habe ich mich gefragt, wie dumm man eigentlich sein kann. Lösungen, die quasi auf der Hand liegen werden mit 5 gefühlten Umwegen und 3000 mal falschem abbiegen gefunden werden. Auf die Dauer ist das wirklich anstrengend. Man muss dem Buch aber lassen, das es mit Humor geschrieben wurde. Immer wieder gibt es Szenen, die für manche lustig sein können. Ich fand diese einfach nur langweilig und nervig.

Da ich ja doch einige Kritikpunkte hatte und mit dem Buch im Nachhinein wirklich nicht zufrieden bin kann ich leider nur traurige 2 von 5 Sternen vergeben. Schade :-(

Sonntag, 16. Juli 2017

„Sommerkind“ von Monika Held

Ein Kind, einsam, verzweifelt und voller Schuld


Kolja lebt mit seiner Schwester Malu, seiner Mutter und seinem Vater in einem Haus nahe des Meeres. Am Strand gibt es auch ein Schwimmbad. Eines Abends besucht er mit seiner Schwester den Strand. Sie wollen schwimmen gehen, können sich aber nicht einigen ob im abgeschlossenen Schwimmbad oder im Meer. Trotzig setzt sich Kolja auf eine Bank. Malu klettert über den Zaun ins Schwimmbad um zu schwimmen. Eine Weile sitzt Kolja auf der Bank, dann taucht Ragna auf. Ein Mädchen, dass er unglaublich gerne mag er schon ihr zu, wie sie eine Weile wie eine Meerjungfrau durch die Wellen taucht. Als sie rauskommt und den Kleiderstapel leben Kolja entdeckt fragt sie, wem er gehöre. Kolja erzählt, dass Malu im Schwimmbad schwimmen wollte. Wie lange das her sei fragt Ragna, Kolja weiß ich nicht. Fragt nach endlos und kann nur noch seine leblose Schwester aus dem Wasser ziehen. Als Malu mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen wird beginnt die tragische Geschichte eines verzweifelten Kindes.

Der Schreibstil in diesem Buch ist nicht gerade einfach, er passt sich wunderbar mit der Wortwahl und ich möchte schon fast sagen mit der Farbe der Sprache der Stimmung im Buch an. Man liest die Geschichte aus mehreren Betrachtungswinkeln. Nämlich aus der von Kolja und aus der Sicht von Ragna. Anfänglich ist es schwierig in das Buch zu finden, da es sehr verwirrend ist dass manche Gedankengänge, gerade die von Ragna für einzelne Sprünge machen. Die Darstellung und Umsetzung der einzelnen Charaktere finde ich sehr gut gelungen und ist sehr authentisch. Es ist schwierig, sich schnell eine Meinung zu bilden, wenn man aber das ganze Buch gelesen hat kann man sich nicht nur eine Meinung über die einzelnen Charaktere bilden, man hat sogar noch viel, viel Stoff zum Nachdenken. Gerade die Frage der Schuld und die Frage nach Lebensqualität im Wachkoma sind vorherrschend im Hauptteil des Buches. Es ist von der Umsetzung her wirklich gut gelungen.

So schnell werde ich dieses Buch nicht vergessen, ich habe noch sehr viel Stoff zum Nachdenken und kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Ich habe zwar anfänglich Probleme gehabt, kann im Endeffekt aber nicht anderes als 5 von 5 Sternen zu vergeben, denn der Darstellung war der verwirrende Anfang notwendig und somit kann ich oder werde ich dafür keine Punkte abziehen.

Freitag, 14. Juli 2017

„Wenn gestern unser Morgen wäre“ von Kristina Moninger

10 geschenkte Tage


Sara und Oliver. Das perfekte Paar. Er ist Anwalt, verdient gutes Geld und sie verstehen sich eigentlich ganz gut. Besser könnte es eigentlich nicht laufen. Doch aufgrund seines Berufes ist Oliver häufig nicht zu Hause. Eines Tages lernt sie Matthias kennen. Er hat eine magische Anziehungskraft, die er auf sie ausübt. Sie weiß, sie sollte nicht, aber auf der After Work Party nach ihrer Beförderung unter einer Menge Alkohol Alkoholeinfluss passiert es dann doch, auf der Dachterrasse ihres Wohnhauses. Von dieser Minute an scheint alles nicht zu gehen, entlassene Mitarbeiter rächen sich an ihr bis sie einen Unfall hat. Dieser dreht die Zeit zurück. Nutzt sie ihre Chance?

Der Schreibstil in diesem Buch ist leicht und gut verständlich. Ich hatte anfangs etwas Bedenken, dass es durch das zurückdrehen der Zeit kompliziert werden könnte. Ich muss aber sagen, dass diese Darstellung sehr gut gelungen ist. Verwirrend war es kein bisschen.
Mit den Protagonisten und deren Darstellung habe ich auch sehr gut klar, es gibt sympathische und unsympathische. Auch gibt es ambivalente Persönlichkeiten. Gerade diese sind sehr interessant.

Lobend muss ich auch erwähnen, dass in diesem Buch mehrere Themen, welche sehr schwierig zu verpacken sind aufgefasst und nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ dargestellt wurden.

Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch sich an manchen Stellen doch irgendwie etwas gezogen hat, was leider den Glanz der Geschichte etwas matter werden lässt.

Es ist schwierig, ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, denn der gewisse Funken, das gewisse etwas, was ein Buch für mich perfekt macht habe ich leider nicht gesehen. Ich bin mir unsicher und vergebe deshalb 3,5 von 5 Sternen.