Sonntag, 29. Januar 2017

„Wahnsinn Wartezimmer“ von Heike Abidi

Ein Potpourri verschiedenster Geschichten und doch dasselbe Thema

Was kann einem nicht alles passieren, wenn man gerade auf dem Weg zum Arzt ist … Was kann einem passieren, wenn man zu lange im Wartezimmer verbringt? Oder warum bin ich plötzlich schwanger und habe eine Prostata?

Mit diesen und noch viel mehr anderen Fragen beschäftigt sich die Anthologie „Wahnsinn Wartezimmer“. Sie erteilt 28 verschiedene Geschichten, ob lustig oder ernst alle haben irgendetwas mit der menschlichen Gesundheit oder der verbrachten Zeit in Kliniken und Arztpraxen. In verschiedenen Kapiteln wurden die Geschichten grob ihrem Handlungsplatz zugeordnet. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einführung wie zum Beispiel einem Dragonking in der unterschiedlichsten seltenen Krankheiten oder auch der am häufigsten auftretenden Krankheiten (damit meine ich jetzt nicht das in einem fleckig Krankheiten aufgeführt sind wie Krebs oder so, nein die müssen dann schon außergewöhnlich sein. Zum Beispiel dass Geldscheinsaspiranten-Syndrom). Gerade diesen Weg links sind voller Humor. Das gefällt mir in diesem Buch sehr gut. Auch die Schreibstile der einzelnen Geschichten sind ansprechend. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich durch das cover davon ausgegangen bin, dass sich lediglich lustige Geschichten in dieser Anthologie befinden. Schnell wurde ich jedoch eines Besseren belehrt und habe festgestellt, dass auch wirklich ernste Geschichten hier ihren Platz finden.

Da ich durchweg wirklich zufrieden war und ich der Meinung bin, dass dieses Buch in keinem Wartezimmer mehr fehlen darf, dass wirklich unterhaltsam ist und jeden Geschmack anspricht vergebe ich wunderbare 4 von 5 Sternen.

Donnerstag, 26. Januar 2017

„Colours & dreams“ von Kirsten Greco

Quelle: Carlsen Verlag
Wenn da doch nicht immer diese Geheimnisse wären …

Emily ist gelernte Krankenschwester. Sie jobbt in einem Café. Doch sie ist keine ganz normale Frau, sie ist etwas besonderes. Wenn sie träumt, passiert genau das, was sie geträumt hat. Der Traum kündigt sich an (in der Realität) kurz bevor er die Wahrheit wird. Ihre Finger kribbeln, eine mächtige Kraft geht durch ihren Körper. Genauso ist es eines Tages auf der Arbeit, eine Kollegin bittet sie, einen etwas anderen Gast zu übernehmen, selbstverständlich tut sie es. Als sie an seinem Tisch steht und servieren möchte kribbeln ihre Finger, sie erinnert sich, dass sie in ihrem Traum eine Szene wie diese gesehen haben könnte. Alles ist immer so verwaschen, die kann sie sich direkt daran erinnern.
Als ihre Großmutter Claire stirbt bricht für Emily eine Welt zusammen. Sie war die einzige, mit der sie über ihre Träume reden konnte, denn das Talent hat sie durch Claire geerbt. Auch diese hat Visionen. Kurz vor ihrem Urlaub in Florida überreichen ihre Eltern Emily ein Paket. Das letzte Geschenk ihrer Großmutter. Doch was hat es damit auf sich? Alle machen ein großes Geheimnis darum.

Der Schreibstil in diesem Buch liest sich sehr gut. Wenn man einmal reingekommen ist kommt man da so schnell auch nicht wieder raus. Anfangs hatte ich Probleme, die einzelnen Sichtweisen zu unterscheiden, doch mit der Zeit geht das sehr gut. Für die beschriebenen Träume wurde eine andere Schriftart gewählt, das ist sehr gut, denn so lässt sich das prima abgrenzen. Auch die Spannung lässt nicht zu wünschen übrig, in der Mitte ist es so spannend, dass man auf keinen Fall aufhören kann. Das Buch hält einen gefangen und hinterlässt auch einen bleibenden Eindruck.

Ich bin begeistert und habe nur wenig Kritikpunkte. Deshalb vergebe ich 4,5 und 5 Sternen.

Montag, 23. Januar 2017

„zwei richtige für Maddy“ von Giovanna Fletcher

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Maddy, Ben und Robert sind seit ihrem 9. Lebensjahr unzertrennliche Freunde. Sie gehen auf die gleiche Schule, in die gleiche Klasse und treffen sich sofort nach der Schule zum Spielen. Doch man ist nicht immer 9 Jahre alt, mit der Zeit entwickelt sich der Mensch weiter, man wird nicht nur älter, sondern man entwickelt Gefühle, macht seinen Abschluss und geht zur Uni. Auf einer gemeinsamen Klassenfahrt nach Paris passiert es dann. Maddy geht jetzt offiziell mit Robert. Seit diesem Tag fühlt sich denn wie das 5. Rad am Wagen. Er gönnt es den beiden wirklich, wenn da nicht seine eigenen Gefühle wären...

Der Schreibstil ist gut zu lesen und relativ einfach gehalten. Erzählt wird die Geschichte aus 3 verschiedenen Sichtweisen, eine Tagebuchform von Ben, dieser hat sogar eine eigene Schriftart. Außerdem 2 Erzählformen einmal von Maddy und einmal von Ben. Beides ist gut voneinander abgegrenzt und durch die Angabe des Alters lässt sich auch der Faden gut verfolgen.
Doch trotz alledem bin ich nicht begeistert, es ist eine Geschichte die viel Potenzial für Gefühl hat. Bei mir jedoch ist nichts davon angekommen. Die Geschichte plätscherte vor sich hin, wirkliche Spannung kam wenn der nur kurzfristig auf und meine Augen blieben trocken. Das ist sehr schade, denn diese Geschichte könnte einem auch Training in die Augen treiben. Schade.

Da es eine solide Leistung war, die nicht aufgrund des fehlenden Gefühls nicht ganz überzeugen konnte vergebe ich durchschnittliche 2,5 von 5 Sternen.

Samstag, 21. Januar 2017

„Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy“ von Harald Schmidt

Was macht man mit einem plötzlichen Gewinn von mehreren Millionen?

Alfred ist 33 Jahre alt, Single und Jungfrau. Seine Mutter hat ihm immer beigebracht, dass Sexualität lediglich das ausleben animalischen Triebe ist. Er hält sich von Frauen im allgemeinen eigentlich fern, bis plötzlich diese eine Nachbarin auftaucht. Als er eines Tages mehr per Zufall von seinem Lottogewinn erfährt kommen plötzlich viele Fragen auf. Wem kann er davon erzählen? Wem kann er vertrauen? Was soll er tun mit dem ganzen Geld?

Das Buch beginnt mit viel Humor. Immer wieder musste ich über die Schusseligkeit des Hauptcharakters Alfred herzhaft lachen. Mit der Zeit lässt jedoch der Humor nach und weicht deutlich ernsteren Themen. Die Entwicklung Alfreds ist gut zu beobachten, auch sehr gut dargestellt. Was mir vor allem auch sehr gut gefällt ist, die mehr als realistische Darstellung der Umgebungen und Naturschauspiele, welche sie auf ihren Reisen besichtigen. Auch die Darstellung des Indianerstammes ist denke ich gut gelungen. Zumindest war die Darstellung realistisch, selbst habe ich leider noch keinen Indianerstamm gesehen und kann das somit nur schwer beurteilen.
Mir fehlt jedoch die Tiefe in diesem Buch es gibt häufig Szenen, in welchen Gefühlen eine so große Rolle spielen doch es wirkt häufig in diese Szenen einfach kühl und das ist sehr schade.

Ich bin mit dem Buch eigentlich ganz zufrieden, wie gesagt fehlt mir das Gefühl und ich bin ein Mensch, der benötigt Gefühl in den Büchern, ich muss zwischendurch auch mal eine Träne vergießen. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen. Denn es ist eine solide und gute Leistung.

Donnerstag, 19. Januar 2017

„Millionärin wider Willen“ von Brigitte Teufel-Heimhilcher

Ich war in diesem Buch „Zuhause“

Elena ist gerade aus gesundheitlichen Gründen in Pension gegangen. Sie war Ärztin mit Leib und Seele. Jetzt hat sie nicht mehr zu tun und keine Aufgabe. Sie ist einsam, sie weiß nicht wie sie sich beschäftigen soll. Verzweifelt sucht sie nach einem Engagement. Bei einem ihrer täglichen Einkäufe am Kiosk gegenüber dessen sich vom Verkäufer einen Lottoschein aufschwatzen. Sie rechne nicht damit, dass die nächste Ziehung ihre sein wird. Sie gewinnt etwas mehr als 6.000.000 €. Was jedoch soll sie in ihrem Alter mit diesem Geld tun? 1000 Fragen tauchen auf, soll sie es ihren Kindern sagen, wohl eher nicht, aber wie kann sie das dauerhaft verschweigen? Geht auch irgendwie nicht. Gemeinsam mit ihrem Anwalt sucht sie nach Lösungen und wird bald fündig …

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und einfach. Man kann die Seele einfach baumeln lassen. Einen richtigen Spannungsbogen habe ich nicht gesehen, doch trotzdem wollte ich nicht aufhören zu lesen. Dieses Buch umgibt den Leser mit einer warmen Atmosphäre, es gibt keine richtigen Bösewicht in diesem Buch, lediglich derart verpeilt Personen, dass man ihnen diverse Fehltritte immer wieder verzeiht. Da das Buch aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben ist hat es mich auch sehr gut unterhalten, es war abwechselnd und interessant für die Geschichte auch die anderen Sichtweisen zu erleben. Wobei ich dazu sagen muss, am allerbesten hat mir die Darstellung der Rastlosigkeit gefallen, welche nach dem Eintritt in die Pension Elena überkommen hat.

Da ich wirklich angetan bin von diesem Buch, aber trotzdem einen spannenden Faden vermisse vergebe ich gute 4 von 5 Sternen.

Montag, 9. Januar 2017

„Meet me in L.A.“ von Katrin Frank

Eine Beziehung zu einem Megastar?!

Stephanie ist Krankenschwester. Als sie eines Tages auf Station zur Arbeit erscheint sind alle aus dem Häuschen. Ein großer Megastar befindet sich aktuell in Behandlung und liegt auf ihrer Station. Stephanie wird aufgetragen, sich lediglich um ihn zu kümmern, er soll eine ganz exklusive Behandlung bekommen. Doch schon als Stephanie das Zimmer betritt herrscht eine mächtige Anziehungskraft zwischen den beiden. Eigentlich weiß sie, dass eine Beziehung zu einem Star mächtige Nachteile mit sich bringt, als da es häufig auch nicht ernst meint. Da sie erst kürzlich von ihrem Ehemann am Traualtar stehen gelassen wurde ist sie sehr skeptisch. Doch auch nach der Entlassung reist der Draht zwischen den beiden nicht ab. Als sie ihre Freundin in Los Angeles besucht treffen sie sich wieder …

Der Schreibstil in diesem Buch ist recht einfach, was das Lesen sehr erleichtert. Viele verschiedene Namen und Charaktere lassen anfangs das ganze etwas kompliziert erscheinen, doch schnell gewöhnt man sich daran und kann auch die Charaktere ihren Eigenschaften zuordnen. Einige Charaktere werden einem schnell sympathisch, für andere braucht man etwas länger manche werden es vielleicht nie werden. Die Gefühle zwischen den beiden sind gut dargestellt, was die Atmosphäre im Buch gut für sich einnimmt.

Es ist eine leichte Liebesgeschichte, mit wenig Anspruch für zwischendurch. Ich vergebe 4 von 5 Sternen, da ich doch ziemlich lange gebraucht habe, um wirklich in das Buch hinein zu finden.

Samstag, 7. Januar 2017

„Rocky Mountain Lion“ von Virginia Fox

Wie grausam kann ein Mensch sein?

Quinn ist Wildhüterin in Interdependence. Ein Dorf in der Rocky Mountains. Schon länger hat sie den Verdacht, dass ein Wilderer in ihrem Gebiet sein Unwesen treibt, denn auf ihren Streifzügen durch die Wald hat sich schon oft Fallen entdeckt. Sie stellt einen neuen Mitarbeiter ein, Archer ein zerstreuter Wissenschaftler. Doch irgendetwas stimmt nicht, wenn er sich unbeobachtet fühlt verhält er sich ganz anders, als gegenüber den Einwohnern und Quinn. Auf einem gemeinsamen Streifzug durch den Wald entdecken sie ein wunderschönes Puma Weibchen. Sie sehen aber auch einen Mann, welcher mit seinem Gewehr auf es zielt. Als dem Puma Quinn und Archer kommen hört nimmt er Reißaus. Der Wilderer ist sauer und feuert Schüsse auf die beiden ab. Alle bleiben oder verschont von Verletzungen aber wird das schon der letzte Angriff auf die beiden sein?

Der Schreibstil der Autorin ist umgangssprachlich und dadurch angenehm zu lesen. Was jedoch verloren geht ist die Tiefe in Situationen, welche diese Tiefe zum überzeugen benötigen. Dadurch kommen die Gefühle, welche in verschiedenen Situationen sein sollten einfach nicht beim Leser an was sehr schade ist. Die bildhaften Beschreibungen der Umgebung und des Dorfes erleichtern das eintauchen in die Geschichte ungemein. Man kann sich die Beschreibung der einzelnen Personen sehr gut vorstellen. Das Buch ist der 9. Band der Rocky Mountain Reihe von Virginia Fox. Doch auch ohne alle vorhergehenden Wände gelesen zu haben kann man sich gut in die Geschichte hinein finden, denn jedes Buch der Reihe ist in sich abgeschlossen.

Da es eine solide und gute Leistung ist und mich das Buch durchaus unterhalten hat, trotz einiger Punkte die oben ja schon bemängelt habe kann ich gute 3 von 5 Sternen vergeben :-)

Dienstag, 3. Januar 2017

„Ich war noch nicht dran“ von Winfried Weigelt

Eine Odyssee

Das Buch erzählt die Geschichte des Autors, aufgrund einer Erkrankung begab sich in klinische Behandlung. Was aus einem scheinbar harmlosen Eingriff werden kann wird in diesem Buch sehr deutlich geschildert. Was Krankenhäuser anrichten können/angerichtet haben ebenfalls. Schonungslos erzählt der Autor seine Geschichte (es ist keine Abrechnung) es ist lediglich die Schilderung seiner Erlebnisse die teilweise wirklich heftig ausfielen.

Es ist ein Buch der eher unkonventionellen Art, es geht nicht darum Landschaften schön zu beschreiben, es geht nicht darum euphemistische Bilder zu verwenden, es geht darum die Wahrheit ans Licht zu bringen. Genau dies verfolgt auch der Schreibstil in diesem Buch, hier liegt der Fokus zu 100 % auf der Erkrankung und auf dem Weg der Gesundung des Autors. Fachbegriffe werden erklärt und für sehr interessierte werden Arztberichte aufgeführt. Der Zusammenhalt der Familie ist bemerkenswert und nicht selbstverständlich. Der Dank genießt in diesem Buch ebenfalls einen hohen Stellenwert.

Manchmal wirkt das ganze etwas kühl, da es wirklich keine Abwechslung gibt, aber ich denke es ist eine solide Leistung, da es wirklich nur darum geht zu berichten und deshalb vergebe ich gute 3 von 5 Sternen.

Montag, 2. Januar 2017

„Das Jahr in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm“ von Jessie Ann Foley

Leider enttäuscht

Maggie ist ein normales Mädchen aus Chicago. Sie hat einen Onkel, Kevin. Sie mag ihn sehr gerne und erwägt eine gewisse Anziehungskraft auf sie aus. Er nimmt sie mit auf ein Konzert. Sie ist begeistert von der Atmosphäre und der Musik. Nichts geht mit ihrem Leben ohne Musik. Eines Tages lernt ihre Mutter einen neuen Freund kennen, sie ist sich sicher, dass es der richtige ist und deshalb zieht sie mit Sack und Pack, inklusive ihrer beiden Kinder mit ihm nach Irland. Maggie muss alles hinter sich lassen, ihre Freunde, ihre Mutter und ihrem geliebten Onkel. Doch in Irland wird sich ihr Leben nicht nur in Bezug auf den Ortswechsel von Grund auf verändern …

Vom Schreibstil der Autorin bin ich überzeugt, er ist einfach zu lesen und nimmt den Leser auch auf eine Reise mit. Doch was mich stört ist, dass das Buch ein sehr ernstes Thema behandelt und sich jedoch trotzdem immer wieder kleinere Passagen darin finden, die lustig sein sollen (was ja kein Problem ist, denn so etwas kann das Buch auflockern) in diesem Fall jedoch stört es eher, dass es macht es lächerlich. Es lässt das Buch für mich leider nicht glaubhaft wirken. Auch in der Handlung an sich fehlt mir die Tiefe, der Klappentext verspricht „ein Roman, wie ein Nirvana-Song – dreckig, ehrlich und voller Gefühl“ ich weiß leider nicht, was an diesem Buch „dreckig“ sein soll. Ich habe keine Szene gefunden, welche ich jetzt diesem Schlagwort zuordnen könnte. Und „voller Gefühl“ kann ich leider auch nicht unterschreiben, dieses hat mir nämlich gefehlt.

Da bleibt mir leider nur zu sagen, dass ich etwas enttäuscht war, wie man leider merkt aber ich trotzdem schon schlechtere Bücher gelesen habe und deswegen mit einigen zugedrückten Augen 2,5 von 5 Sternen vergeben kann.

„Immer noch ich“ von Monica Lierhaus

Ein starkes Buch über eine starke Frau

Monica Lierhaus, deutsche Sport Moderatorin. Bis zu einem bestimmten Tag im Jahre 2009. Sie unterzog sich einer Operation, Fluch und Segen zugleich. Ohne diese Operation hätte sie ganz plötzlich tot umfallen können, denn im Gehirn gab es Probleme mit den Blutgefäßen. Aufgrund dieser Tatsache entschied sich für die Operation, welche ihr Leben für immer verändern sollte. Komplikationen traten auf. Nach Versetzung ins künstliche Koma sollte sich der Kreislauf und der Organismus erholen. Das Problem jedoch war, dass man aus einem Koma häufig nicht als die Person aufwacht, welche man einst gewesen ist. Eigentlich scheint jede Hoffnung verloren, doch mit eisernem Willen und einer bemerkenswerten Entschlossenheit meistert sie weiter ihr Leben.

Das Buch beinhaltet ihre Geschichte, erzählt von ihr selbst. Auch ihr damaliger Lebensgefährte Ralf, ihre Schwester Eva und ihre Mutter Siggi kommen zu Wort. Außerdem auch diverse Ärzte. Der Schreibstil finde ich gut gemacht, man erkennt aufgrund von Schrift unterschieden, welche Passagen aus der Sicht ihrer selbst und welche Passagen aus der Sicht ihrer einzelnen Wegbegleiter verfasst wurden. Jeder ihrer wichtigsten Weggefährten hat seine eigene Schriftart bekommen und somit kann man auch diese sehr gut voneinander unterscheiden. Mich persönlich hat das Buch sehr berührt, vielleicht liegt es an der Nähe zu meiner eigenen Situation, vielleicht aber auch nicht. Ich weiß aber auf jeden Fall, dass dieses Buch vielen Menschen Mut machen wird, egal in welcher Situation sie sich befinden.

Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch, nicht nur wegen den oben aufgeführten Gründen, sondern auch, weil ich im Mittelteil wunderschöne Fotos, welche einen Eindruck von ihrem Leben vermittelten sehen durfte. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.