Mittwoch, 30. November 2016

„Schwer behindert/leicht bekloppt“ von Bernd Mann

Ein Buch über die Freundschaft zweier Menschen die so einzigartig ist wie keine andere

Als Bernd Christian kennenlernt ist er Zivildienstleistender in einer Kinderklinik. Sie lernen sich wie durch Zufall kennen, als Bernd auf einer anderen Station aushelfen muss. Anfangs besuchte ihn außerhalb seiner Arbeitszeit öfter mal. Irgendwann holt er ihn dann einmal ab, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Aus diesen langsamen Anfängen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Gemeinsam gehen sie durch die Höhen und Tiefen, welche man zwangsläufig erlebt, wenn man mit einem Handikap leben muss. Seien es Behörden oder Barrieren der Natur, alles meistern sie gemeinsam und schildern ihre Erlebnisse in diesem Buch.

Die Darstellung der einzelnen Situationen und Begegnungen ist sehr gut gelungen, durch eine Prise Humor werden zeitweise ernste Themen auf etwas andere Art beleuchtet. Niemals auf eine lächerliche Art, sondern immer auf einem Niveau, welches definitiv angemessen ist. Der einfache Schreibstil erleichtert dem Leser das Lesen und Kennenlernen der Charaktere (die es auch in Wirklichkeit gibt). Auch die Darstellung der Landschaften auf diversen Unternehmungen, welche geschildert werden ist sehr gut gelungen, sodass der Leser zeitweise wirklich mit auf die Reise genommen wird. Ich weiß nicht, was mir genau gefehlt hat, aber irgendwie glaube ich, dass mir das Ende ein bisschen zu offen war, die Geschichte hat abrupt abgebrochen, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich wirklich habe.

Da dieses Buch eine sehr gute gelungene Darstellung aufweist und nur an wenigen Stellen mich nicht ganz überzeugen konnte vergebe ich volle 4 von 5 Sternen. Weiter so!

Montag, 21. November 2016

„Das Erbe der Wintersteins“ von Caroline Rath

Wenn die Vergangenheit in der Gegenwart präsent ist

Celine erhält von ihrem Vater den Auftrag, das alte Familienanwesen renovieren zu lassen. Sie soll über die Bauzeit im alten Bootshaus auf dem Grundstück der Villa Winterstein wohnen. Sie liebt dieses alte Haus, sie ist hier aufgewachsen, genauso wie ihre Vorfahren. Da trifft es sich gerade gut, dass ihr Freund Albert eine Fotostrecke über Gärten machen soll. Er möchte so schnell wie möglich zum Anwesen der Villa Winterstein, Celine möchte das eigentlich nicht, denn nach der Restauration soll das Gebäude veräußert werden. Sie hängt sehr an dem Anwesen und im Laufe der Bauphase stößt sie immer mehr auf Hinweise aus der Vergangenheit ihrer Großmutter Claire. Alles weist darauf hin, dass sie eine Tragödie durchlebt hat.

Der Schreibstil in diesem Buch ist angenehm zu lesen, es beansprucht zwar die volle Konzentration und ist nicht mal so für zwischendurch zum entspannen, es entführt eine trotzdem in eine andere Welt. Erzählt wird aus der Perspektive der Gegenwart und der, der Vergangenheit. Beide Handlungsstränge sind gut unterscheidbar, von der Geschichte her gesehen, somit entstehen auch keine Verwechslungen. Mich hat jedoch gestört, dass das Buch einige Zeit gebraucht hat, bis es wirklich in Fahrt kommt. Dafür ist aber das Ende umso emotionaler. Ich war kurz vorm Herzinfarkt.

Damit das Buch insgesamt sehr gut gefallen hat kann ich guten Gewissens 4 von 5 Sternen vergeben.

Samstag, 19. November 2016

„Mein Sommer mit Meme“ von Elaine Briag

Sommerurlaub mal anders

Paula steht mitten im Leben. Sie betreibt ein Antiquitätengeschäft im südlichen Baden-Württemberg. Bis sie eines Tages die Nachricht erreicht, dass ihre Großmutter ausnahmslos die gesamte Familie in ihren kleinen Chateau in Frankreich begrüßen möchte. Eigentlich hat Paula keine Lust darauf, mehrere Wochen gemeinsam mit allen ihren Familienmitgliedern zu verbringen, denn die Verhältnisse in dieser Familie sind schwierig. Auf Drängen ihres Bruders fährt sie dann doch nach Frankreich und verlebt einen Sommerurlaub der ganz anderen Art.

Der Schreibstil in diesem Buch ist gut gemacht, man liest ihn und hat wirklich alles bildlich vor Augen (damit meine ich vor allem auch die Natur und Landschaft). Die Charaktere jedoch konnten mich nicht überzeugen, mit den meisten wurde ich einfach nicht warm. Das Verhalten empfand ich teilweise nicht unbedingt als authentisch, trotzdem war die story in sich schlüssig und gut abgerundet. Humor findet man in diesem Buch, aber gefehlt haben mir auch die tiefen Gefühle. Keine einzige Träne habe ich verdrückt und das hätte ich von einer solchen story dann doch erwartet. Das hatte ich etwas schade.

Insgesamt war seine solide Leistung, die mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Freitag, 18. November 2016

„Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch“ von Julia Williams

Eine ganz andere Weihnachtsgeschichte

Also Olivia durch einen schrecklichen Unfall stirbt hinterlässt sie einen Mann und einen ganz besonderen Sohn. Joe hat das Asberger Syndrom. Eine Form des Autismus. Es ist für ihren Mann schwierig, seinem Sohn die Situation verständlich zu machen. Was dazu kommt ist, dass Olivia die Welt noch nicht verlassen hat. Sie kommt zurück aber nicht unbedingt in guten Absichten …

Die Geschichte ist aus 4 verschiedenen Perspektiven erzählt. Es ist interessant, die einzelnen Charaktere durch die unterschiedlichen Perspektiven kennen zu lernen. Für viele mag dies am Anfang verwirrend sein, doch durch geschickte Umschreibungen passt eigentlich immer alles ins Geschehen. Das einzige, was verwehren kann ist, dass die Zeitsprünge wirklich enorm sind. Mal ist Joe 4 Jahre alt dann ist er plötzlich wieder 17.für mich war es schwierig, damit umzugehen, aber am Ende hat sich alles in eine logische Reihe gegliedert und somit nur vorübergehend verwirrt. Auch das Gefühl kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz, das Ende ist unglaublich emotional. Zwischendurch ist es wieder lustig und man findet sehr schnell in die Geschichte hinein.

Rundum war ich mit diesem Buch sehr zufrieden, ich werde es auf jeden Fall auf die Favoritenliste setzen. Es ist einfach eine ganz andere Weihnachtsgeschichte, als die klassischen die wir einfach alle kennen. Für das Gesamtpaket kann ich guten Gewissens 4 von 5 Sternen vergeben.

Samstag, 12. November 2016

„Phillips letztes Geschenk“ von Christiane Lind

Es kann nur wahre Liebe sein.


Phillip ist krank. Er hat Krebs und wird sterben. Er liebt seine Frau, doch er weiß, nach seinem Tod droht ein tiefes Loch sie zu verschlingen. Er kauft beim Tierschutz einen kleinen Kater, welchen seine beste Freundin nach seinem Tod seiner geliebten Caroline übergeben soll. Aber ist ein Kater wirklich ein Geschenk? Darf man Tiere überhaupt verschenken, ohne den betreffenden zuvor gefragt zu haben? Ist es unverantwortlich, wenn man weiß, dass der Beschenkte eigentlich kein Tierfreund ist? Diese Zweifel bekommen ihn und seine beste Freundin. Sie versucht ihn davon abzubringen, doch er hatte sich in den Kopf gesetzt, er hat einen Plan. Ob dieser Plan aufgeht?

Dieses Buch ist wirklich entspannend. Der Schreibstil ist einfach, aber nicht langweilig. Viel Humor steckt darin, denn ein kleiner Kater stellt so manche Dinge in seinem Leben an. Sie sind sehr gut beschrieben, die Geschichte läuft wie ein Film vor den Augen des Lesers ab. Auch für Spannung ist gesorgt und die Emotion ist definitiv auch vorhanden.

Da dieses Buch mir einzigartig gut gefallen hat und ich keine Kritikpunkte habe vergebe ich 5 von 5 Sternen!