Dienstag, 27. September 2016

„Sommerzauber wieder willen“ von Sarah Morgan

Kann man sich die Liebe ausreden?

Eine riesige Lücke klafft in der Beziehung von Sean zu seinem Großvater. Nachdem sein Vater gestorben war kam es zu einem heftigen Streit zwischen den beiden. Und wie es häufig so ist, können beide sehr stur sein und somit ergibt es sich, dass Sean sich in seine Arbeit als Chirurg flüchtet um nicht so häufig nach Snow Crystal, dem Hotel seiner Familie zurückzukehren. Als sein Vater jedoch einen Schwächeanfall erleidet reist Sean Hals über Kopf nach Hause. Er wird nicht glauben, wenn ihm einer sagt, dass dieser Sommer der beste seines Lebens werden würde.

Erst einmal muss ich sagen, dass mir das cover dieses Buches unglaublich gut gefällt. Die Farbzusammenstellung und die Abbildung ist unglaublich sinnlich dargestellt, was voll und ganz zu diesem Buch passt. Der Schreibstil ist an sich sehr angenehm zu lesen, jedoch werden häufig ähnliche Namen bzw. Kosenamen verwendet, sodass man häufig zwischen den Personen durcheinander kommt. Das ganze macht es leider nicht einfach zu lesen, doch ich glaube das es in diesem Buch auch eher um die Botschaft zwischen den Zeilen geht und dieser ist so war und gut eingestellt, dass sie eigentlich an niemandem vorbeigeht kann. Das Ende des Buches mag für viele kitschig erscheinen, denn wie es häufig so ist, ist dieses Buch voll mit Wendungen. Somit kann es auch sein, dass das Ende sich innerhalb der letzten 20 Seiten noch einmal zu einem ganz anderen entwickelt als man sich es vorstellt.

Da die Geschichte dieses Buches eigentlich ganz interessant war die Botschaft zwischen den Zeilen sehr gut gefallen hat kann ich gute 3,5 von 5 Sternen vergeben. Ich habe eineinhalb Sterne abgezogen, da mich die Sache mit den Namen unglaublich verwirrt hat und das ganze das Buch leider etwas zäh gemacht hat. Trotzdem kann ich es guten Gewissens weiter empfehlen.

Sonntag, 18. September 2016

„So nah, so fern, Gänseblümchen aus dem jenseits“ von Alina Stoica

dotBooks GmbH

Eine einzigartige Geschichte

Alessandra hatte eine sehr schwere Kindheit. Von ihrem Stiefvater tyrannisiert, von Zuhause ausgezogen und in die Drogenszene abgerutscht. Aus einem Drogenrausch heraus entsteht ein Kind, was sie einem Neuanfang weit von Zuhause entfernt bewegt. Sie liebt ihren Sohn über alles doch nach einem schweren Autounfall können die Ärzte nicht mehr für ihn tun. Er wurde gerade mal 4 Jahre alt. Dieses Ereignis zieht allen Boden unter ihren Füßen weg. Doch das Leben geht weiter, wird sie es schaffen die Vergangenheit hinter sich zu lassen?

Der Schreibstil dieses Buches ist sehr angenehm zu lesen. Ereignisse, mit denen man nicht rechnet machen die Geschichte so einzigartig. Gewisse Darstellungen sind unglaublich gut getroffen und deshalb realistischer denn je. Viele Kritikpunkte habe ich nicht, lediglich einen, den aber viele sogar als Pluspunkt anrechnen würden, mich jedoch hat es eher verwirrt. Jedes Kapitel beginnt nämlich mit einem Bibelzitat und ich habe teilweise einfach den Zusammenhang nicht erkennen können, doch im Kontext zu dieser unglaublichen Geschichte ist die Tatsache, dass die Bibelverse existieren deutlich in den Hintergrund gerückt, denn von der Geschichte bin ich wie man merkt begeistert und kann dieses Buch definitiv und guten Gewissens an jeden der an zwischenmenschliche Erfahrungen glaubt weiter empfehlen.

Da ich wie schon gesagt einfach begeistert bin vergebe ich einzigartige 5 von 5 Sternen!

Donnerstag, 15. September 2016

„Mandelblütenliebe“ von Anja Saskia Beyer

Existiert die wahre Liebe?


Als Milla einen ominösen Brief von einem Berliner Anwalt erhält, in einer Zeit, in welcher sie an der bevorstehenden Hochzeit zweifelt sie die Gelegenheit, den Spuren ihrer Vergangenheit zu folgen. Sie reist auf dem Sinn ihrer Vorfahren: Mallorca. Nach und nach deckt sie die Vergangenheit auf, unter anderem erklären sich bereits weit zurückliegende Ereignisse mit erschreckenden Hintergründen.

Die Darstellung dieser Geschichte ist sehr gut gelungen, der Leser befindet sich wie die Protagonisten dieses Romanes auch auf Palma de Mallorca. Gerade die Beschreibungen der unglaublich schönen Landschaften und atemberaubenden blühenden Pflanzen macht die Geschichte so einzigartig. Der Leser sieht die Landschaft vor seinen eigenen Augen. Auch wenn er noch nicht auf Mallorca gewesen ist. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen.

Ich habe jedoch auch einige Kritikpunkte, denn die Handlungen lässt ca. in der Hälfte von der Spannung deutlich nach. Der Mittelteil erscheint zeitweise leider nicht, was jedoch durch spannende Ereignisse am Anfang und am Ende wieder einigermaßen wettgemacht werden kann.

Dieses Buch alles in allem eine solide und gute Leistung der Autoren ist vergebe ich 3,5 von 5 Sternen!

Donnerstag, 8. September 2016

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green

Im Vergleich war leider der Film deutlich emotionaler

Hazel hat Krebs. Sie ist unheilbar und austherapiert. Als sie 1. Anzeichen einer Depression zeigt wird ihr vom Arzt eine Selbsthilfegruppe empfohlen. Diese besucht sie einige Male. Dort lernt sie Augustus kennen und lieben. Nach einer Amputation gilt er als geheilt. Gemeinsam erleben sie eine einzigartige Zeit doch wie es häufig im Leben so ist kommt alles anders als man denkt…

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, er ist angepasst daran, dass Hazel eine Jugendliche ist, der das Buch wird von ihr in der ich Perspektive erzählt. Doch leider muss ich sagen, ich habe auch den Film zu diesem Buch gesehen und verdienen im Vergleich deutlich emotionaler. Mir fehlt in diesem Buch irgendwie die Tiefe, für eine solche Geschichte erwarte ich hohe Emotionalität. Diese fand ich leider nicht.

Um alles zusammenzufassen, war ich leider mit dem Gesamtpaket des Buches nicht zufrieden, ich hätte deutlich mehr erwartet und kann deshalb nur 3,5 von 5 Sternen vergeben.

Mittwoch, 7. September 2016

„Dein perfektes Jahr“ von Charlotte Lucas

Darf man sich im Trauerjahr verlieben?


Hannah und Lisa sind beides lernt der Erzieherinnen. In ihrem Job Waren sie aber nie zufrieden und möchten jetzt ihre eigene Kinderbetreuung gründen. Diesen Wunsch bzw. Raum setzen sie auch in die Tat um. Kurz nachdem die beiden ihren Laden eröffnet haben verliert Hannas Freund seine Arbeit. Er arbeitete bei einer Hamburger Tageszeitung. Über diesen essenziellen Verlust wird er so schnell nicht hinwegkommen. Hannah Jedoch ist ein hoffnungsloser Optimist nach einigen Monaten startet sie einige Versuche, ihren Freund wieder in einen Alltag zu lotzen.

Jonathan ist Inhaber eines großen Hamburger Verlagshauses. Vor einiger Zeit hat er dieses von seinem mittlerweile dementen Vater übernommen. Als er eines Tages auf seiner morgendlichen Sporttour durch die Stadt einen Filofax an seinem Fahrradlenker findet. Er glaubt nicht, wie sehr dieser Kalender seinen Alltag verändern wird.

Erzählt wird dieses Buch abwechselnd aus der Sicht von Hanna und von Jonathan. Dies macht Buch interessant und abwechslungsreich, denn man kann sich in beide Charaktere sehr gut hinein versetzen und siehst beide Seiten der Beziehung. Die Handlung ist abwechslungsreich, aber in Teilen doch vorhersehbar. Die Darstellung der Trauer und der Verunsicherung in diesem Buch ist sehr gut gelungen, jedoch flachen die Emotionen gegen Ende immer mehr ab, was ich sehr schade finde, denn die story hätte Potenzial zu einem unglaublich emotionalen Roman.

Alles im allem habe ich mich sehr gut unterhalten von diesem Buch. Ich kann trotzdem leider nur 3,5 von 5 Sternen vergeben, denn es gab doch so viele Dinge, die mich leider nicht überzeugen konnten.

Montag, 5. September 2016

„Familie der geflügelten Tiger“ von Paula Fürstenberg

Die Geheimnisse der DDR

Als Johanna eines ihre Mutter besucht erfährt sie, dass er lange verschollen geglaubten Vater eine Nachricht für die auf dem Anrufbeantworter hinterlassen hat. Nachricht veranlasst Johanna dazu, nach ihm zu suchen. Sie ruft die Nummer an, von welcher aus die Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen wurde. Auch nicht ihr Vater geht ans Telefon, sondern ihre Halbschwester. Johanna erfährt, dass ihr Vater mit Krebs im Endstadium im Krankenhaus liegt. Sie entscheidet sich, ihn zu besuchen. Denn irgendetwas an der Geschichte bereits das Verschwinden ihres Vaters kann nicht stimmen. Johanna beginnt Nachforschungen anzustellen, welche sie noch in Schwierigkeiten bringen werden.

Der Schreibstil in diesem Buch ist interessant gemacht, denn es besteht nicht nur aus der Geschichte, welche mithilfe eines auktorialen Erzählers dem Leser dargestellt wird, sondern auch aus Stasiprotokollen. Doch nichts ist wie es scheint, dass wir merken, wenn jedes Buch selbst lest. Ich habe jedoch auch einige Kritikpunkte, denn das Buch endet abrupt und es sind viele Fragen noch offen. Fragen, meiner Meinung nach dringend nach einer Antwort geschrieben haben. Es lässt mich leider etwas ratlos zurück.

Um alles zusammenzufassen, das Buch ist wirklich sehenswert, jedoch muss man sich im klaren sein, dass das Buch sehr. Endet mit vielen offenen Fragen. Es bleibt viel Interpretationsspielraum für den Leser. Deshalb vergebe ich wunderbare 3 von 5 Sternen.