Montag, 23. Mai 2016

„Die fernen Stunden“ von Kate Morton



Stille Wasser sind tief


Ein geheimnisvolles Schloss, eine Verlegerin und ein ganz prägnantes Geheimnis. Als Edith per Zufall an einem geheimnisvollen Gartentor landet beschleicht sie das Gefühl, schon einmal an diesen Ort gewesen zu sein. Vermutlich war sie mit ihrer Mutter dort. Doch diese verweigert jede Aussage und die Hinweise verdichten sich, dass sie ein gut gehütetes Geheimnis mit sich herum trägt. Vorsichtig nähern sich beide an und eine lange zurückliegende Tragödie erblickt erneut das Licht der Welt.

Kate Morton, die Autoren dieses Buches hat es mal wieder geschafft, mich in eine andere Welt zu entführen. Das Buch ist geschrieben mit einer unglaublichen Menge an Gefühlen und der Gabe, Landschaften, Umstände und die einzelnen Charaktere des Buches so darzustellen, dass sie lebendig werden. Direkt die 1. paar Seiten, der Prolog entführen den Leser in eine andere Welt. Herzklopfen der Spannung sind garantiert.

Wie auch in den anderen Büchern dieser Autorin befinden wir uns mal in der Vergangenheit und dann wieder in der Gegenwart. Die beiden Geschichten verschmelzen am Ende einzigartig miteinander und es wirkt in keinstem Fall konstruiert (was es in manch anderen Büchern doch tut).

Da ich keinerlei Kritikpunkte finden kann und mich dieses Buch wirklich überzeugt hat kann ich einzigartige 5 von 5 Sternen vergeben.

Montag, 16. Mai 2016

„Glück kommt selten allein“ von Eckart von Hirschhausen



Eckart von Hirschhausen ist ein bekannter, deutscher Komiker mit ärztlichem Hintergrund. Sein Bühnenprogramm ist meiner Meinung nach meist legendär und unglaublich lustig. Doch es ist nicht nur lustig, sondern auch informativ. Bekanntlich bleibt diese Mischung auch eher im Kopf als die trockene Information allein.
Exakt mit dieser Meinung zum Autor des Buches habe ich begonnen es zu lesen. Leider wurde ich unglaublich enttäuscht, man findet subjektive Information aber den Humor habe ich leider vergeblich gesucht. Die einzelnen Kapitel des Buches sind im essayistischen Stil geschrieben was das Buch zu lesen nicht gerade einfach macht. Mit einzelnen, kleinen Aufgaben nach jedem Kapitel wurde versucht, das Buch trotzdem etwas aufzulockern. Man findet auch wirklich schöne Grafiken vor jedem Kapitel. Jedoch bin ich der Meinung, dass das Bühnenprogramm des Autors deutlich besser ist als das Buch.
Da ich leider enttäuscht wurde und dieses Buch beim Lesen leider auch über Strecken extrem langatmig war kann ich nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Dienstag, 10. Mai 2016

„Das Haus der verlorenen Kinder“ von Linda Winterberg

Ein kleines, verschlafenes Dorf in Norwegen, eine unzertrennliche Freundschaft und ein schreckliches Schicksal. Das sind die 3 Hauptzutaten des oben genannten Romanes. Er beinhaltet die Geschichte von Lisbeth und Oda. Seit Kindertagen sind sie unzertrennliche Freunde doch was sie nicht wissen: mit der Besetzung ihres Dorfes durch die deutschen wird sich ihr Leben für immer verändern.

Der Schreibstil dieses Buches ist einzigartig. Er passt sich entsprechend der beiden unterschiedlichen Zeitformen, über welche die Geschichte erzählt wird an. Die Geschichte im Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und lässt nur wenige Augen trocken. Auch die wunderschöne Landschaft Norwegens findet ihren Platz im Buch. Auch diese Szenen hat die Autorin unglaublich gut geschrieben, denn man befindet sich mitten im Geschehen, trotz des auktorialen Erzählers.
Für schwache Nerven ist dieses Buch aber nichts, denn die beiden Zeitformen machen das Buch unglaublich spannend und man fühlt auch wirklich mit.

Wie mit dem Nachwort der Autorin entnehmen kann ist die Geschichte frei erfunden, jedoch die Hintergründe existierten wirklich, gerade die sogenannten „Lebensbornheime“, in welchen ein Teil der Geschichte spielt existierten wirklich und ich muss sagen, ehe ich dieses Buch gelesen habe wusste ich nichts von diesem weiteren Schatten, welcher immer noch Auswirkungen auf Menschen haben kann, wenn sie immer noch nach ihren Wurzeln suchen.

Da ich dieses Buch wirklich „verschlungen“ habe, die Geschichte sehr gut erzählt wurde und die wahren Hintergründe der Geschichte einzigartig gut erläutert worden vergebe ich unglaubliche 5 von 5 Sternen.

Donnerstag, 5. Mai 2016

„Ab in die Dertschi!“ Von Ralf Caspers und Ulrich Hoffmann

Eine Familie mit Kindern kann das Schönste auf der Welt sein. Doch in jedem Familienleben gibt es Pannen, die man am liebsten vermeiden würde. In der Situation fühlte sich schlecht an aber im Nachhinein, viele Jahre später blickt man mit ganz anderen Augen auf die Situation zurück. Genau um solche Geschichten dreht sich das Buch mit dem oben genannten Titel.

Der Schreibstil in den einzelnen Geschichten ist unterschiedlich, das liegt vielleicht daran, dass 2 verschiedene Autoren am Buch gearbeitet haben. Das muss nicht schlecht sein, denn es bietet Abwechslung. Einige Geschichten des beinhalten einen relativ trockenen Humor, der super gut dazu passt. Auch Geschichten für gefühlvolle Herzen sind dabei was noch mehr Abwechslung bringt. Kleinere Zeichnungen untermalen die einzelnen Geschichten. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Überschrift der einzelnen Kapitel die zu viel verrät. Bei einigen erfährt man erst in den letzten Sätzen, dass die Überschrift mit der Geschichte überhaupt zu tun hat. Das bringt auch noch etwas Spannung in die ganze Sache, denn gerade Spannung ist etwas, das in einer Sammlung von Kurzgeschichten häufig zu kurz kommt.

Das Buch hat mir im allgemeinen sehr gut gefallen, jedoch muss für mich im Buch immer ein gewisser Funke überspringen um eine 5 Sterne Bewertung zu erhalten. Dieser ist jedoch leider nicht übergesprungen und daher kann ich leider mit einem traurigen Auge nur 4 von 5 Sternen geben, was ich trotzdem als eine sehr gute Bewertung sehe. Gerade auch die 2 unterschiedlichen Schreibstile sind nicht jedermanns Sache, aber das ist für jeden individuell.