Freitag, 26. Februar 2016

„Das Herz der Feuerinsel“ von Nicole C. Vosseler

Auf der Fahrt nach Batavia, eine holländische Kolonie lernt die angehende Gouvernante Jackobina eine Frau kennen, die sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen wird. In Batavia angekommen trennen sich die Wege und jeder erlebt ein eigenes, dramatisches Stück seines eigenen Lebens.

Der Schreibstil der Autorin ist am Anfang etwas verwirrend, jedoch nach einigen Seiten gewöhnt man sich daran und kommt dann auch sehr gut in das Buch hinein. Auf jeden Fall bewegt er an die Zeit, in welcher die Geschichte spielt passend und hilft dem Leser, vollkommen im Buch zu verschwinden. Jedoch muss ich sagen, dass mir, für meinen Geschmack ab der Hälfte des Buches zu viele Sexszenen aneinander gereiht sind. Ansonsten ist die Geschichte ebenso dramatisch, wie fesselnd. Es gibt ein abgerundetes Ende, das natürlich gewisse Dinge offen lässt, aber alles nötige, was der Leser braucht um auch wieder gut aus dem Buch herauszufinden ist gegeben und man schließt das Buch mit dem guten Gefühl, dass sich das Leben der Protagonisten mit besseren Bahnen zu Ende führen wird als die im Buch geschilderten.

Alles in allem ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert, auch das cover passt sehr gut zur Geschichte und mittelt dem Leser ein kleines Bild von der Welt, in welchen Pokerantagonisten die meiste Zeit leben.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Die Abstimmung geht in die 2. Runde

Ungewöhnlichster Buchtitel des Jahres 2015 (Shortlist / Finale) - Auszeichnung Leipziger Buchmesse 2016
Noch immer wird der ungewöhnlichste Buchtitel des Jahres 2015 gesucht. Nachdem die Abstimmung der Longlist ein Ende gefunden hat, begann vor einigen Tagen die Abstimmung unter den besten 10 außergewöhnlichen Buchtitel, die im Jahre 2015 erschienen sind.
Hier geht es zur Abstimmung:
http://wasliestdu.de/umfrage/2016/ungewoehnlichster-buchtitel-des-jahres-2015-shortlist

Leider habe ich es nicht geschafft, euch früher darüber zu informieren, aber bis zum 6. März (sind ja noch 2 Wochen) könnt ihr noch abstimmen.

Sonntag, 14. Februar 2016

„Die geheimen Worte“ von Rebecca Martin

Sophie und Anne sind Geschwister. Anne hat schon eine Familie gegründet und eine Tochter bekommen. Sophie ist etwas jünger und sehr naiv. Aufgewachsen sind beide in Kreuznach, unter wohlhabenden Verhältnissen. Doch als ein geheimnisvoller Engländer in ihr Leben tritt verändert sich alles schlagartig.
Einige Generationen später: Gerade haben die Frauen das Wahlrecht erhalten, doch die Eltern von Marlene halten nichts davon. Jede innovative Idee und vor allem Ideen und Lehnwörter aus Frankreich werden aufgrund der Kriegsereignisse strikt abgelehnt. Doch Marlene will von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, sie werde ich nicht irgend einem Mann hingeben der aus gutem Hause kommt, sie will die große Liebe finden.

Der Schreibstil der Autorin ist der Verhältnissen angepasst, d.h. in den Szenen, welche in den Bereich der Familien jeweiliger Töchter fällt ist auch der Schreibstil entsprechend gehoben. In Szenen, in welchen es sich nicht unbedingt um die Verhältnisse und in den Verhältnissen des Wohlstandes dreht ist auf der Schreibstil der Location und den Umständen angepasst. Das gefällt mir ganz gut, auch der Beschreibung der Orte und Umstände ist gut gelungen. Doch die Geschichte an sich Beck nicht viele Geheimnisse, erst auf den letzten Seiten bekommt das Buch eine gewisse Ahnung von Spannung. Diese fehlt im gesamten 1. Drittel fast gänzlich. Auch wirklich spektakulär ist die Geschichte an sich nicht der schafft es auch der gute Schreibstil und die eingeblendeten Gedanken der handelnden Personen nicht, die Sache herauszureißen.

Alles in allem ist das Buch mittelmäßig gelungen, die Spannung ist nicht viel sein sollte, auch die Geschichte verbirgt nicht viel, aus welchem man wirklich etwas noch raus reißen könnte. Der Schreibstil ist aber gut gelungen und passt sich der Situation jeweils an. Auch die Einblendung der Gedanken an manchen Stellen der handelnden Personen finde ich sehr gut.

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

Montag, 8. Februar 2016

„Agnes“ von Peter Stamm

In der Bibliothek treffen sich 2 Menschen. Nicht absichtlich aber auch nicht zufällig. Sie gehen eine Beziehung ein doch sie ist zum Scheitern verurteilt. Wird einer zurückkommen?

Das Buch erzählt in einem recht einfach gehaltenen Schreibstil über eine Beziehung. Es liest sich einfach jedoch die Handlung ist recht schwierig zu verstehen. Ohne Markierungen an wichtigen Stellen wird man nicht klarkommen. Ich finde auch die Geschichte an sich nicht wirklich ein Highlight. Denn irgendwie fehlt mir die Spannung es wird einfach nur trocken berichtet wie ein Leben gestalten kann wenn man dieses in einem Buch vor plant.

Daher mein Fazit: ich kann leider nur 3 von 5 Sternen geben, denn es fehlt mir wirklich ein bisschen das Highlight und wirklich interessant macht es auch der Schreibstil leider nicht. Auch die Leidenschaft, mit welcher manche Autoren ihre Bücher schreiben fehlt mir, denn sie ist nicht ersichtlich und das ist schade.

Ungewöhnlicher Buchtitel des Jahres 2015

Das Jahr 2015 ist schon wieder über einen Monat Geschichte. Doch Neuerscheinungen mit außergewöhnlichen Titeln verschwinden nicht mit dem Ende des Jahres im Nirwana. Nein sie werden von der Onlinecommunity der Mayerschen Buchhandlung „was liest du?“ In mehreren einzelnen Abschnitten zum ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres gekürt. Oder zumindest eine dieser Neuerscheinungen.
Nach der Nominierungsphase ist jetzt die Longlist erschienen. D.h. ab jetzt sind die 50 meist genannten Buchtitel mit den ungewöhnlichsten Titeln online und ihr alle (ich hab schon) könnt jetzt die 10 Besten küren. Unter folgendem Link könnt ihr abstimmen:

http://wasliestdu.de/umfrage/2016/ungewoehnlichster-buchtitel-des-jahres-2015-longlist

Und das Beste daran: nicht nur der Gewinner des ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres bekommt einen Preis, nein aus allen Stimmen wird ebenfalls ein Sieger ausgewählt (per Losverfahren) Genaueres findet er aber auch in den Anweisungen zum Abstimmungsverfahren.

Also worauf wartet ihr noch?

Freitag, 5. Februar 2016

„Albertos verlorener Geburtstag“ von Diana Rosie

Als Tino erfährt, dass sein Großvater nicht weiß, wann der Geburtstag hat kann ihn nichts mehr davon abhalten seinen Großvater zu einer Reise in die Vergangenheit zu überreden. Doch dieser weigert sich und erst nach einem schweren Schicksalsschlag willigt er ein und damit beginnt eine abwechslungsreiche Reise in die Vergangenheit.

Der Schreibstil dieser Autorin gefällt mir gut, er liegt im mittleren Schwierigkeitsgrad, was auch sehr gut zur Geschichte passt. Das Buch wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt und wird somit sehr abwechslungsreich. Man liest über Pfarrer während des Krieges genauso wie über Soldaten. Und im Mittelpunkt steht die tragische Vergangenheit eines Waisenkindes.

Abschließend möchte ich sagen, dass dieses Buch wirklich lesenswert ist. Es gibt lediglich einen einzigen Mangel., Nämlich das Sprünge aus der Vergangenheit in die Gegenwart nicht so gut gekennzeichnet sind wie die Sprünge aus der Gegenwart in die Vergangenheit. Jedoch ist es im Verlauf des Buches nicht weiter schlimm, denn man gewöhnt sich daran, da es eine gewisse Regelmäßigkeit gibt.
Aufgrund dessen und weil die Geschichte wirklich sehr gut dargestellt ist vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Dienstag, 2. Februar 2016

„Der Engelsbaum“ von Lucinda Riley

Greta wird schon im Kindesalter Schwager und bekommt Zwillinge. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf: Sie heiratet einen viel älteren Mann und als Johnny stirbt gerät ihr Leben vollkommen aus den Fugen. Was das für Folgen hat erfährt sie erst, als sie eine notwendige Reise in die Vergangenheit macht. Und dann das Leben schon die nächste Wende für Sie bereit.

Der Schreibstil der Autorin lässt viel Platz für Fantasie, die Artikulation, sowie die Ausgestaltung und Darstellung der Figuren sind sehr gut gelungen. Mit viele der Charakteren ist man von Anfang an sympathisch jedoch braucht das Buch bis zur Hälfte, um wirklich interessant zu werden. Der Anfang plätschert einfach vor sich hin und viel aufregendes passiert nicht. Erst als man in das Leben von Francesca eintauchen kann wird die ganze Sache sehr spannend und reißt einen wirklich mit.

Ich kann also sagen, dass ich eigentlich Bücher dieser Autorin sehr gerne mag, dies ist jedoch gehört nicht zu meinen Favoriten da die Geschichte einfach viel zu lange gebraucht.

Für das Gesamtpaket vergebe ich 3 von 5 Sternen