Dienstag, 16. Januar 2018

„Alles, bloß keine Liebe“ von Emma Peony

Die schlecht gelaunteste Frau der Welt


Lisa Flotter ist Chefredakteurin der TV Soap „Auf den Schwingen der Liebe“. Sie ist immer, ausnahmslos immer sehr schlecht gelaunt. Eines Tages tritt sie auf dem Weg zur Arbeit in die Hinterlassenschaften eines Hundes. Sie rutscht aus und fällt. Wutschnaubend klingelt sie an der Tür ihres neuen Nachbarn. Er hat einen Dackel. Als er die Tür öffnet beginnt sie mit ihrer Tirade. Doch das scheint ihn gar nicht zu beeindrucken, er ist so unglaublich gut gelaunt, dass er sich nicht von ihrer schlechten Laune außer Takt bringen lässt. Er lädt sie als Entschuldigung zum Essen in sein Restaurant ein. Wird sie diese Einladung annehmen?

Ich mag den Schreibstil in diesem Buch, er ist nicht schwierig, er zeichnet die Charaktere sehr gut. Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass aus der TV Soap einige Szenen in die Geschichte eingebaut wurden. Das erfrischt die ganze Szene und lässt auch ein bisschen in die Köpfe der anderen, handelnden Protagonisten schauen.
Durch ihre schlechte Laune sieht Lisa Flotter die Welt mit einem gewissen Sarkasmus, dieser sorgt für einige Lacher im Buch.

Mir hat jedoch in der Geschichte mal abgesehen vom Humor auch ein bisschen Gefühl gefehlt. Im Ende der Geschichte fand ich das Gefühl sehr gut dosiert, im vorhergehenden Verlauf jedoch wurde einiges sehr schnell abgehandelt, wo ich gerne etwas Gefühl gesehen hätte.

Trotzdem bin ich eigentlich positiv überrascht, ich hätte mir jetzt aufgrund des Covers eine ganz andere Geschichte vorgestellt, als die die ich bekommen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Mittwoch, 3. Januar 2018

„Der Tag an dem der Goldfisch auf dem 27. Stock fiel“ von Bradley Somer

Experimentell


Das Seville on Roxy ist ein Hochhaus mit vielen verschiedenen Wohnungen. In jeder Wohnung spielt sich eine eigene Geschichte ab, als eines Tages der Goldfisch Ian aus seinem Goldfischglas auf dem Balkon im 27. Stock springt erlebt er während seines Falls immer einen kleinen Augenblick mit den Bewohnern der Wohnung, in welche er gerade schauen kann.

Dieses Buch ist kein konventionelles Buch, wie man es erwartet, mit klarem roten Faden oder einer zusammenhängenden, in sich abgeschlossene Geschichte. Dieses Buch ist gerade das Gegenteil davon, ungewöhnlich mit verschlungenen roten Faden und einem offenen Ende. Man erlebt mit einigen Bewohnern des oben genannten Hochhauses genau 30 Minuten ihres Lebens. Man glaubt nicht, was sich innerhalb dieser 30 Minuten alles abspielen kann.
Der Schreibstil ist äußerst interessant und experimentell, der Erzähler ist ein autorealer Erzähler, jedoch beobachtet er in jedem Kapitel abwechselnd einzelne Bewohner. Jeder Bewohner hat seine eigenen Charakterzüge, welche wirklich konsequent und sich durch das Buch erhalten.

Auch wenn dieses Buch viele gute Eigenschaften hat bin ich nicht vollständig überzeugt, durch die häufig wechselnde Perspektive gehen mir einfach die Emotionen verloren. Außerdem kann es schon verwirrend sein, gerade am Anfang.

Darum vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

Montag, 1. Januar 2018

„Drei Dates mit Santa“ von Saskia Louis, Julia Lalena Stöcken, Marie Weißdorn und Julia Bohndorf

Weihnachten ist in Gefahr


Noelle hasst Weihnachten. Sie arbeitet als Postbeamtin der Filiale von Himmelpfort. Hier kommen alle Briefe an, welche die Kinder in Deutschland an den Weihnachtsmann verschicken. Jedes Jahr sammelt sie die Briefe und versteckt sie, damit sie sie nicht sehen muss.
CJ ist der Sohn von Santa Claus. Es ist das erste Mal, dass er jetzt in die Fußstapfen seines Vater tritt. Er ist der diesjährige Weihnachtsmann. Sein Vater steht kurz vor der Rente und macht Urlaub auf Bali. Es ist nicht nur das erste Mal, dass er der Weihnachtsmann ist, es ist auch gleichzeitig seine Bewährungsprobe. Eines Tages fällt ihm auf, als er die Briefe der Kinder nach Ländern sortiert, dass kein einziger Brief aus Deutschland eingetroffen ist. Chefelfe Merry sagt, dass es schon seit drei Jahren so ist, dass kein Brief aus Deutschland eintrifft. Das kann CJ nicht glauben und besucht die Postfiliale in Himmelpfort.
Doch was er dort erlebt, kann er nicht glauben. Er trifft das erste Mal in seinem Leben einen Menschen, der Weihnachten sowas von überhaupt nicht ausstehen kann und ihm auch noch zusätzlich nicht glaubt, dass er der Weihnachtsmann ist. CJ kann das nicht so stehen lassen, schon gar nicht, weil sie sich weigert, die Briefe auszuhändigen. Also schmiedet er einen Plan…

Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr angenehm. Er liest sich sehr leicht und bietet sehr viel Abwechslung. Das Buch ist aus verschiedenen Einzelperspektiven erzählt, was die Geschichte sehr lebendig macht. Die Protagonisten finde ich auch sehr authentisch, ich nehme jedem seine Handlungen und Gedanken so ab, wie sie erzählt sind. 
Auch die Emotionen kommen nicht zu kurz, Humor trifft Liebe und Liebe trifft Humor. Eine sehr gute Mischung, wie ich finde.


Wie ihr merkt, das Buch hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen., ich habe keinerlei Kritikpunkte zu diesem Buch. Gerade für die Weihnachtszeit ist dieses Buch nicht nur aufgrund des Themas geeignet, sondern auch die Stimmung ist nach meinem Empfinden sehr weihnachtlich. Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl: 5 von 5 Sterne